Biomasse Suisse

Aktuelle News

Biogas-Veredelung im kleinen Massstab

Biogas aus der Fermentierung organischer Abfälle aus Industrie, Haushalten oder der Landwirtschaft wird heute gern in Blockheizkraftwerken zur Produktion von Strom und Wärme genutzt. Vermehrt wird Biogas in jüngster Zeit aber auch zu erneuerbarem Methan veredelt, das ins Erdgasnetz eingespeist oder direkt zur Betankung gasbetriebener Fahrzeuge eingesetzt werden kann. Der Maschinenbauingenieur Ueli Oester stellt mit seiner Firma Apex AG (Däniken/SO) Kleinanlagen her, mit denen die Aufbereitung von Biogas und die Einspeisung bzw. direkte Verwendung auch im kleinen Massstab gelingt. Die neuste Kompaktanlage speist seit Ende 2018 Biomethan ins Neuenburger Erdgasnetz. In Frutigen (BE) soll im Spätherbst 2019 eine neue Biomethan-Tankstelle den Betrieb aufnehmen. 

Den Fachartikel finden Sie hier. Ein Video, in dem Ueli Oester das Potenzial seiner Anlagen erklärt, ist hier abrufbar.

Erneuerbares Gas: Eine Million Fahrzeuge antreiben

Der Übergang von konventionellen zu alternativen Antrieben hat begonnen. Derzeit sind in der Schweiz rund 110'000 Personenwagen mit alternativem Antrieb ausgestattet, was einem Anteil von 2,5% entspricht. Die meisten davon sind Plug-in-Hybridfahrzeuge, zusätzlich 18’000 Elektrofahrzeuge und 11’000 CNG (Compressed Natural Gas) Fahrzeugen (Erdgas und Biogas). Die Elektromobilität wird in der ökologischen Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Bis 2030 will das BFE den Anteil der Elektrofahrzeuge (inkl. Plug-in-Hybride) gemäss der "Strategie für das Schweizer Energieprogramm 2021-2030" auf 38% der Neuwagen erhöhen.

Der CNG-Motor ist eine bewährte Technologie, die auch in Kombination mit der Technologie «Power-to-gas» angewendet werden kann. Diese Technologie soll die CO2-Emissionen im Individualverkehr deutlich reduzieren. Künftig könnte synthetisches Methan mit sehr niedrigen CO2-Emissionen in der Schweiz bis zu einer Million PKWs antreiben. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und des Paul Scherrer Instituts (PSI) im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU). Als CNG ist Methan ein bewährter, sicherer und sauberer Treibstoff, der in Verbrennungsmotoren eingesetzt werden kann.

Coca-Cola Schweiz und Biomethan

Coca-Cola Schweiz setzt bereits auf Erdgas und Biogas als Treibstoff. Bis November 2019 wird der Getränkehersteller die größte CNG-Flotte der Schweiz in Betrieb nehmen. Insgesamt 180 PKWs der Marken Audi, Skoda und VW Nutzfahrzeuge werden den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.

Coca-Cola wird Ende August die ersten 70 Fahrzeuge auf die Straße bringen, weitere 110 Fahrzeuge folgen im November.

"Der Verkauf von Getränken reicht nicht aus", sagte Patrick Wittweiler, Head of Sustainable Development bei Coca-Cola Schweiz in seiner Funktion als Country Sustainability Manager. Um den CO2-Fußabdruck zu reduzieren, setzt Coca-Cola bei der Mobilität auf CNG. Die ersten 1000 Kilometer wird jedes der 180 Fahrzeuge ausschließlich mit Biogas, also nahezu CO2-frei, betrieben.

Detektion Fremdstoffe in biogenen Abfällen

Fremdstoffe im Grüngut gibt es, seit diese separat gesammelt und kompostiert werden. Früher waren diese auf den Quartierkompostieranlagen aber kein grosses Problem, da die Verursacher in der Regel schnell ausfindig gemacht wurden und dementsprechend gemassregelt werden konnten. Mit der heutigen Grünabfuhr und der Verwertung auf zentralen Kompostier- und Vergärungsanlagen ist dies aber eine schwierigere Aufgabe geworden. Wir als Biomasse Suisse, haben uns dieser Problematik angenommen und verschiedene Informationskampagnen zur Verminderung von Fremdstoffen durchgeführt. Als zusätzliche Massnahme haben wir nun zusammen mit Industriepartnern ein völlig neues System entwickelt: Die Fremdstoffe im Grüngut werden bei der Entleerung des Containers in das Sammelfahrzeug gescannt und auf Fremdstoffe untersucht. Diese Information wird vom Kehrichtfahrzeug mit den anderen Daten, wie Gewicht des Containerinhaltes oder dem Standort, an die Gemeinde geschickt. Mit den Angaben zur Grüngutqualität können die Gemeinden nun sehr gezielt Informationen an die Betroffenen weitergeben und allenfalls auch Sanktionsmassnahmen aussprechen.

Hier finden Sie den Beitrag vom SRF des Versuchs in Winterthur. 

BioBeeBox Mikro-Methanisierungslösung

Angesichts der Herausforderungen von Bioabfällen in städtischen Gebieten und der Frage nach Kurzschlüssen hat Bee&Co eine kleine Methanisierungslösung entwickelt, um aus organischen- und Lebensmittel-Abfällen, Energie und Kompost zu erzeugen.

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Grünabfuhr - aber ohne Plastik!

Fremdstoffe – insbesondere Plastik – stellen bei der Grüngutsammlung in allen Regionen des Kantons Bern ein ungelöstes Problem dar. Es landen Unmengen an Plastik (Folien, Säcke, Verpackungen, etc.) und anderen Störstoffen in den Grüngutcontainern. So viel, dass selbst aufwändige Massnahmen zur nachträglichen Aussortierung das Problem nicht lösen können.

Grüngutsammlung ist sinnvoll, aber Plastik hat darin nichts zu suchen! Hier zur Kampagne.

Zwei innovative Unternehmen mit dem Green Award 2019 geehrt

Die Grüngutverarbeiter KEWU AG im bernischen Krauchthal und Ecorecyclage SA im waadtländischen Lavigny sind die Gewinner des Green Award® 2019 von Biomasse Suisse. Die Auszeichnung würdigt ihre hervorragende Arbeit in der Verwertung organischer Abfälle.

Hier finden Sie die Medienmitteilung, einige Fotos sowie weitere Informationen zur Verleihung des Green Awards 2019.

7. Bioenergie-Forum erfolgreich durchgeführt

Effizienter Klimaschutz mit Biobrennstoffen

Aus Klimaschutzgründen müssen fossile Energien zunehmend mit erneuerbaren Energieträgern ersetzt werden – insbesondere im Wärmebereich. Die klimaschonende Bioenergie hat gegenüber Wind- und Sonnenenergie bestechende Vorteile.
Dies zeigten VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft und Forschung am 7. Bioenergie-Forum am 3. April 2019 auf. Um den Biobrennstoffen den nötigen Aufschwung zu verleihen, forderten sie bessere politische Leitplanken.
 
Hier finden Sie die Präsentationen, einige Fotos, die Medienmitteilung und weitere Informationen zum Bioenergie-Forum.

Geodaten von Biogasanlagen und Biomassenpotenziale in der Schweiz

Das Bundesamt für Energie (BFE) hat die aktualisierten Geodaten zu Biogasanlagen in der Schweiz (Quelle: Biogasanlagen, welche von den KEV profitieren) sowie das nachhaltige Potenzial von Holzbiomasse-Ressourcen in der Schweiz öffentlich zugänglich gemacht (Quelle: Daten und Bericht der Eidgen. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL)).

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Lancierung des Labels "Qualimétha"

Der Französische Biogas-Club ATEE kündigte am Treffen der Arbeitsgruppe "Methanisierung" in Anwesenheit von Emmanuelle Wargon, Sekretärin des Staatsministers am Ministerium für Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Energie, die Gründung des Labels "Planung und Bau von anaeroben Vergärungseinrichtungen - Qualimétha" zur Förderung der Qualität im anaeroben Vergärungssektor an.

Ziel ist es, Projektentwicklern verlässliche Lösungen zu bieten und Marktakteure in den Vordergrund zu stellen. Mit diesem Siegel werden auch die verschiedenen Parteien, die das Projekt unterstützen, beruhigt, was auch den Zugang zu Finanzmitteln erleichtern wird.

Die Pressemitteilung finden Sie hier und die offizielle Meldung ist auf der Website von Club Biogaz zu finden (auf Französisch).